Der Ausstieg aus einer toxischen Beziehung fällt aus unterschiedlichen Gründen schwer. Einer der zentralen Faktoren ist der sogenannte toxische Kreislauf. Darunter versteht man eine wiederkehrende Beziehungsdynamik, die sich in mehrere Phasen unterteilt. Mit jedem erneuten Durchlaufen dieser Phasen verstärkt sich das Muster zunehmend. Die folgende Grafik veranschaulicht, wie ein typischer Kreislauf in einer toxischen Beziehung abläuft:
In der Regel durchlaufen Betroffene alle fünf Phasen des narzisstischen Missbrauchs. Besonders kritisch wird es am Ende von Phase 5, manchmal auch schon in Phase 4, wenn der sogenannte Hoovering-Prozess einsetzt.
Hoovering beschreibt das Verhalten der toxischen Person, das Opfer erneut zu verführen – ähnlich einem Staubsauger (engl. Hoover), der alles wieder „einsaugt“. Besonders dann, wenn das Opfer erste Anzeichen von Selbstschutz zeigt, sich distanziert oder den Missbrauch zu erkennen beginnt, wird es wieder zurückgezogen:
Mit jedem neuen Durchlauf dieses Kreislaufs wird das Opfer schwächer und wehrloser. Irgendwann fehlen Kraft und Widerstand – es ergibt sich dem toxischen Partner oder System. In dieser Phase beginnen häufig schwerwiegende Folgen:
Der beschriebene Kreislauf kann in jeder zwischenmenschlichen Beziehung auftreten, zum Beispiel:
Besonders perfide ist die Ausprägung im beruflichen Umfeld – oft sehr subtil und schwer erkennbar. Der Ablauf folgt häufig einem wiederkehrenden Muster:
Mit der Zeit entwickelt sich ein gefährlicher Kreislauf aus Frustration, Selbstzweifeln und Abhängigkeit:
Das Leben verlangt von uns oft,
dass wir Dinge wegstecken,
für die wir keine Taschen haben.
Unbekannt